Mediation

Viele Jahre sah ich anwaltliche Tätigkeit und Mediation als gegensätzlich oder sogar sich ausschließend an. Inzwischen hat mich meine jahrelange Tätigkeit als Familienrechtlerin gelehrt, dass familiäre Streitigkeiten selten über juristische Wege endgültig geklärt bzw. "dauerhaft befriedet" werden können. Unser Rechtssystem bietet nicht die Möglichkeiten und ist darüber hinaus sehr kostenintensiv. Die Mediation ist eine Alternative  zum Gerichtsverfahren und je intensiver ich mich in der Vergangenheit damit beschäftigt habe, um so überzeugter bin ich von diesem Verfahren. Die Förderung der Mediation durch Politik, Gerichte und Medien bestätigt mich, dass die Mediation die Zukunft ist; d.h. die Zukunft, familäre Streitigkeiten zu lösen und einen für beide Parteien zufriedenstellenden Kompromiss zu finden, die sog. Win-Win-Lösung.


Die Mediation wird wesentlich von folgenden Kriterien bestimmt.

1. Eigenverantwortlichkeit - d.h. die Medianten entwickeln die Lösungen selbst.

2. Freiwilligkeit - d.h. ein solches Verfahren setzt voraus, dass alle Beteiligten die Mediation wünschen Keiner darf, auch nicht indirekt, dazu gezwungen werden.

3. Informiertheit - d.h. alle notwendigen Informationen sind unter den Beteiligten auszutauschen und jeder ist auf dem selben Informationsstand.

4. Vertraulichkeit - d.h. alles, was in der Mediation besprochen wird, ist von allen Beteiligten vertraulich zu behandeln und darf beispielsweise beim Scheitern der Mediation nicht in einem Gerichtsverfahren verwendet werden.

5. Ergebnisoffenheit - d.h. es wird von keinem Beteiligten ein Ergebnis vorgegeben. Alles ist möglich!

6. Unabhängigkeit der Mediatorin / des Mediators - d.h. die Mediatoren sind unabhängig von den Medianten und dem Gegenstand der Mediation. Sie begleiten die Gespräche unparteilich und wirken auf eine ausgewogene Gesprächsführung hin.

Mehr können Sie über den anliegenden Flyer bzw. der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Mediation erfahren.

Sollte Ihr Intereresse geweckt sein, rufen Sie mich gern an. Sie sind der Experte Ihrer Streitigkeit. Also lassen Sie mich doch einfach dabei helfen, dass Sie als Ihr eigener Experte Ihr Problem lösen.

Und für diejenigen, die noch unsicher sind, biete ich regelmäßig Mediationstage an. An diesen Tagen können Interessierte nach Terminabsprache und mit oder ohne der anderen Konfliktpartei sich gegen Zahlung eines geringen Unkostenbeitrages informieren, ggf. ein erstes Gespräch führen und so auf einfachem Wege feststellen, ob eine Mediation der geeignete Weg für Sie zur Streitschlichtung ist.

Zur Vorbereitung einer Mediation ist es hilfreich, den anliegenden Aufnahmebogen möglichst umfassend auszufüllen und mir zur Verfügung zu stellen. Aber keine Angst, wenn Ihnen einzelne Daten nicht bekannt sind. Lücken in der Tabelle sind erlaubt.

Für diejenige oder denjenigen, für die/den die Mediation "nichts ist", sei angemerkt, dass auch im Rahmen meiner anwaltlichen Tätigkeit mein Wissen als Mediatorin hilfreich sein kann. So kann ich beispielsweise bei Verhandlungen mit der anderen Partei auf erfolgversprechende Mittel der Mediation, d.h.  konfliktlösenden Gesprächsführung zurückgreifen. Aus den USA, ebenso wie die Mediation, kommt z.B. das sog. Konkon-Verfahren und dieses heißt nichts anderes, als dass im vertraulichen 4-er Gespräch (Parteien und Anwälte) verhandelt wird, um so einen Prozess zu meiden. Für das Konkon-Verfahrens ist das Wissen und die Erfahrung einer Mediatorin nicht nur gewinnbringend, sondern m.E. eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Ausgang.