Sorgerecht und Umgansrecht

Meine Kinder? Deine Kinder? ...
NEIN .... Unsere Kinder!

Was aus den gemeinsamen Kindern wird, wo ihr Lebensmittelpunkt sein soll, wie häufig sie den anderen Elternteil sehen dürfen, sollte nach dem Wohl der Kinder gestaltet werden. Das heißt jedoch nicht, dass allein der Wunsch der Kinder dafür entscheidend ist. Viele Aspekte sind für das Wohl der Kinder zu berücksichtigen und die Gerichte können zur Lösung leider nur bedingt beitragen. Denn was Ihren Kindern wirklich gut tut, dass können eigentlich nur Sie selber wissen. Und wirklich tragfähige verlässliche Lösungsmodelle, an die alle Beteiligten sich halten, müssen die Elternteile miteinander erarbeiten. Unterstützung können Sie dabei nicht nur beim Jugendamt, sondern natürlich auch bei mir finden. Ich bemühe mich, mit Ihnen gemeinsam eine an den praktischen Gegebenheiten angepasste Regelung zu finden. Glauben Sie nicht, dass es nur das 08/15 Modell gibt, d.h. die Regelung, Kinder leben grundsätzlich bei der Mutter und besuchen 14-tägig am Wochenende den Vater. Viele andere Lösungen sind auch denkbar und können mit meiner Hilfe hoffentlich für Sie im Bedarfsfall erarbeitet werden.

Sollten Sie im guten Gespräch mit dem anderen Elternteil stehen und notwendige Vereinbarungen allein aushandeln können, finden Sie hier hilfreiche Arbeitsmaterialien, die ich in der Broschüre "Wegweiser für den Umgang" vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Bundesverband e.V. gefunden habe. Ein Blick lohnt sich, auch wenn Sie schon anwaltlich vertreten sind bzw. Beratung über das Jugendamt oder andere Institutionen in Anspruch nehmen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen noch einen wichtigen Tipp geben. Hüten Sie sich davor, ohne Absprachen und Wissen des anderen Elternteils Fakten zu schaffen. Womöglich ohne Ihren neuen Aufenthaltsort bekannt zu geben und mit den Kindern aus der Familienwohnung auszuziehen, kann schwerwiegende Nachteile für Sie nach sich ziehen. Denn wenn der andere Elternteil sich dagegen mit einem gerichtlichen Antrag zu wehren versucht, kann das Gericht durchaus anordnen, dass die Kinder zurückkehren müssen und der andere Elternteil vorläufig die Kinder betreuen und versorgen darf. Also egal wie richtig und vernünftig Ihr Auszug sein mag, gehen Sie nicht heimlich vor. Im Streitfall sollten Sie die- bzw. derjenige sein, die bzw. der eine gerichtliche Entscheidung zu erwirken versucht und den ordentlichen Rechtsweg beschreitet.

Vorstehende Ausführungen gelten aber natürlich nicht bedingungslos. Wenn besondere Härtgründe wie beispielsweise häusliche Gewalt ein eilige Flucht erfordern, flüchten Sie. Sie müssen sich und die Kinder nicht schlagen lassen!

Weitere aktuelle Informationen finden sich unter dem Menüpunkt "Wußten Sie schon?

z.B. zu dem Thema

 

 

Entzug des Kindes - Was kann der andere Elternteil tun?

Auskunftsanspruch zur Entwicklung des Kindes

Unterhaltsverwirkung bei Umgangsvereitelung

Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge

erhöhter Wohnbedarf durch Umgang

Auskunftsanspruch des Scheinvaters - besteht er nun oder nicht?

Kontrolle digitalen Medienkonsums als Sorgepflicht

Namensänderung für das Kind

Wechselmodell auch gegen den Willen eines Elternteils

 

 

 


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