Löschung einer Grundschuld vor Teilungsversteigerung

von Iris Olzog

Wenn Eheleute jeweils Miteigentümer eines Hausgrundstückes sind und sich scheiden lassen, besteht oft Streit, was mit dem gemeinsamen Hausgrundstück passiert. Wenn keine Einigung erzielt werden kann, besteht die Möglichkeit, eine Teilungsversteigerung (Zwangsversteigerung) zu beantragen. Wichtig ist für diesen Fall, dass vorher das Grundbuch bereinigt wird. Denn sollten noch Grundschulden im Grundbuch eingetragen sein, die nicht mehr valutieren, so kann der Erfolg einer Teilungsversteigerung in Frage stehen. Erfreulicherweise hat jeder Miteigentümer (Ehegatte) auch einen Anspruch gegenüber dem anderen Miteigentümer (Ehegatten), dass dieser zustimmt, dass das Grundbuch bereinigt wird, vgl. beispielsweise AG Aachen, Beschluss vom 09.01.2014, Aktenzeichen 223 F 346/12. Dadurch verzögert sich das Verfahren zwar, aber im Streitfall lässt sich dieser Weg nicht meiden. 

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