Umgangseinschränkung bei Verdacht des sexuellen Mißbrauchs

von Iris Olzog

Steht der Vorwurf eines sexuellen Mißbrauchs durch den anderen Elternteil im Raume, stellt sich die Frage, ob der Umgang dieses Elternteils mit dem Kind ausgeschlossen werden kann. Nicht wenige werden jetzt denken NATÜRLICH!

Ganz so ist es nicht. Wie das OLG Karlsruhe mit seinem Beschluss vom 18.02.2013, Aktenzeichen 18 UF 13/11 jetzt noch einmal hervorgehoben hat, stellt der bloße Verdacht des sexuellen Mißbrauchs des Kindes keinen Grund für eine Umgangseinschränkung dar. Zur Beruhigung kann ich anführen, dass im vorliegenden Fall laut Sachverständigengutachten der Mißbrauch nicht wahrscheinlich war. Gibt es jedoch gesicherte Anzeichen für einen sexuellen Mißbrauch, so ist eine Kindeswohlgefährdung und damit die Möglichkeit eines Umgangsauschlusses möglich, so jedenfalls der BGH mit Beschluss vom 23.03.1988, Aktenzeichen IVb ZB 100/87.

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